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Leider ist dieser Kurs abgesagt.

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Komponieren im Instrumental(Vokal)Unterricht

Beginn:
9. Nov 2020, 09:00
Ende:
9. Nov 2020, 17:30
Kurs-Nr.:
A201102
Preis:
Kostenfrei
Ort:
Landesmusikschule Wels, Maria-Theresia-Straße 33, 4600 Wels
Freie Plätze:
16 von 20
Trainer:

Beschreibung

ABGESAGT!!!!

Seminarinhalt: 
Was tun, wenn die eigene Schülerin bzw. der eigene Schüler anstelle der geübten
Aufgabe mit einer eigenen kleinen Komposition in die nächste Unterrichtsstunde
kommt?

Teilen Sie in einem ersten Schritt die Freude darüber mit der Schülerin bzw. dem Schüler und sehen Sie darin ein Kompliment an die eigene pädagogische Arbeit, die den Rahmen für dieses „Coming-Out“ der Schülerin bzw. des Schülers geschaffen hat.

In einem zweiten Schritt braucht es nun Hilfestellungen, Tipps und Tricks auf Lehrer- und Schülerseite, diesen Weg weiterzugehen und dabei das kreative Potential der jungen Damen und Herren zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Dieses zweitägige Fortbildungsangebot, das sich an Instrumental- bzw. Vokallehrende des OÖ. Landesmusikschulwerks richtet, vermittelt am Vormittag diese Hilfestellungen, Tipps und Tricks anhand praktischer Übungen und schafft am Nachmittag Raum für die konkrete Anwendung derselben im eigenen Unterricht.

Vormittag: Ausgehend von einem elementaren Kompositionsbegriff, der Komponieren als „Zusammenfügen“ bzw. Kombinieren versteht, wird die detektivische Lust der Schülerinnen und Schüler angesprochen, bestehendes Klangmaterial neu zu kombinieren. In vielen Instrumentalschulen finden sich Ansätze dazu, die wir gemeinsam kritisch reflektieren werden. In einem nächsten Schritt werden in der Praxis erprobte Modelle wie z. B. musikalische Fantasiereisen oder das Führen von Fantasietagebüchern vorgestellt, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, Klangmaterial für ihre Kompositionen selbst finden und gewinnen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Methoden der Klangmaterialverarbeitung, da erfahrungsgemäß Schülerinnen und Schüler mit einer Fülle von Ideen in den Unterricht kommen, diese Ideen aber oftmals übergangslos aneinanderreihen und noch nicht verarbeiten können. Die Entwicklung der eigenen Fragetechnik im Unterricht ist ein weiteres Thema der Fortbildung, denn sie ist ein wesentliches und hilfreiches Rüstzeug, um die Schülerinnen und Schüler bei diesem ergebnisoffenen Prozess zu begleiten.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung der Fähigkeit zur Notation. Die Schere zwischen dem was sich die jungen Komponierbegeisterten vorstellen und meist auch spielen können und dem was sie aufschreiben können führt nicht selten zu einer großen Herausforderung für den Erhalt der Freude am Komponieren.

Um alle diese Anregungen in den Instrumental- bzw. Vokalunterricht integrieren zu können, werden zwei Formate, die sich in der Praxis herausgebildet haben, zur Diskussion gestellt: Verknüpfter Kompositions- und Instrumentalunterricht auf der einen Seite und Komponieren als Lernfeld des Instrumental- bzw. Vokalunterrichts auf der anderen Seite.

Während der Vormittag der Vermittlung dieser didaktischen „Werkzeuge“ dient, schafft der Nachmittag den Rahmen, diese Werkzeuge in einem Teamteaching- Unterricht der Lehrkraft mit mir gemeinsam mit der eigenen Schülerin bzw. dem eigenen Schüler anzuwenden.

Nachmittag: Es besteht die Möglichkeit, dass ich direkt mit LehrerInnen und ihren SchülerInnen für ca. 30 Minuten gemeinsam arbeite. Der Zeitplan dazu wird im Vorfeld von der Musikschule erstellt. Hier möchte ich drei Modelle anbieten:

Modell 1: Der gemeinsame Unterricht findet zwar im Workshopraum, aber im engsten Kreis „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ statt. Dieses Setting bietet ein hohes Maß an Schutz für die Lehrenden (und ihre SchülerInnen), wenn diese selbst noch unsicher im Umgang mit dem Komponieren im eigenen Unterricht sind.

Modell 2: Die jeweilige Unterrichtssequenz findet im Sinne eines offenen Unterrichts im Workshopraum statt und alle KursteilnehmerInnen nehmen daran teil. Hier können auch Fragen der anderen KursteilnehmerInnen zum jeweiligen Unterricht gestellt und exemplarisch beantwortet werden.

Zwischen diesen Tagen ist es gewünscht, die Modelle und Erfahrungen des jeweiligen Tages im eigenen Unterricht auszuprobieren, um am Beginn des nächsten Treffens davon berichten zu können.

Zielgruppe:
Instrumental- und Vokallehrpersonen

Referent:
Univ. Prof. Mag. Dr. Helmut Schmidinger

Teil 1: Montag, 9. November 2020 | 09.00 – 17.30 Uhr

Teil 2: Dienstag, 12. Jänner 2021 | 09.00 – 17.30 Uhr

Landesmusikschule Wels
Maria-Theresia-Straße 33
4600 Wels

Maximale Teilnehmerzahl:
20 Personen

Anmeldeschluss:
Oktober 2020


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